Der Mannheimer Morgen berichtet am 29.12.2025 (Print-Ausgabe) ausführlich über die aktuelle Diskussion, ob nicht auch in Mannheim die Einführung von Verbotszonen für Knallkörper oder generell für privates Feuerwerk sinnvoll und zeitgemäß wäre. Ein wesentlicher Anlass war die Frage unseres Stadtrates Andreas Parmentier (Tierschutzpartei) im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung (ASO) am 16.12.2025 unter „Sonstiges“ nach dem Stand unseres bereits im März 2025 gestellten Antrags „Für den Gesundheitsschutz: Silvester-Böllerei begrenzen“ (A070/2025). Der zuständige Dezernent Dr. Volker Proffen machte in seiner Antwort deutlich, dass die Verwaltung wegen rechtlicher Bedenken und Durchsetzungsschwierigkeiten dem Antrag eher ablehnend gegenüberstehen würde. Warum sein Dezernat den Antrag nicht längst auf die Tagesordnung des ASO gesetzt hat, bleibt weiterhin unklar.
Dabei haben bereits eine ganze Reihe von Städten wie beispielsweise Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt, aber auch kleinere Städte wie Viernheim und Speyer, Verbotszonen erlassen – teilweise mit der Androhnung drakonischer Strafen, wie Spiegel online berichtet. Grundlage ist in der Regel das Sprengstoffgesetz, das auch das Bundesumweltministerium empfiehlt. So auch in Heilbronn, wo das Böllerverbot fast für das gesamte Stadtgebiet gilt. Bis auf die Insel Föhr haben alle Einschränkungen rechtlichen Bestand.
Deshalb ist für unsere Fraktion die Haltung von Herrn Dr. Proffen nicht nachvollziehbar. Wir bestehen darauf, dass unser Antrag möglichst bald im ASO diskutiert wird, und sind zuversichtlich, dafür eine Mehrheit zu erhalten. Somit könnten Böllerverbotszonen erstmals zum Jahreswechsel 2026/2027 eingeführt werden. Langfristiges Ziel ist ein generelles Böllerverbot – zum Schutz der Tierwelt, gegen die hohe Feinstaubbelastung und zur Entlastung der Polizei, Rettungsdienste und Notaufnahmen in der Silvesternacht. Für einen friedlichen und für alle stressfreien Start ins neue Jahr!
